Die Rassist_innen von Pro Deutschland wollen in den kommenden Tagen, ihr rechtspopulistisches und rassistisches Treiben, an mehreren Orten in Berlin mit öffentlichen Kundgebungen unter dem Deckmantel „Raus aus dem Euro!“ durchführen. Am Donnerstag, den 9. Februar werden sie auch im Wedding aufmarschieren.
Auftaktkundgebung am Mahnmal Levetzowstrasse mit der Zeitzeugin Andree Leusink. Sie ueberlebte als verstecktes juedisches Kind den Holocaust in Frankreich und der Schweiz. Heute ist sie aktiv in der antifaschistischen Bewegung, darunter den „Child-Survivors-Deutschland – Ueberlebende Kinder der Shoah“ und der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V. Anschließend wird es eine antifaschistische Demonstration zum Mahnmal an der Putlitzbrücke geben.
Unter dem Motto „50 Jahre Mauerbau – Wir gedenken der Mauertoten“ mobilisiert der Berliner Landesverband der NPD zu einer Kundgebung am Samstag, dem 13. August auf der Böse-Brücke (ehem. Grenzübergang zwischen Wedding und Prenzlauer Berg). Hinter der Kundgebung steckt der Neonazi Sebastian Schmidtke. Das Berliner NPD-Vorstandsmitglied stellt das Bindeglied zwischen neonazistischer Parteipolitik und gewalttätiger Kameradschaftsszene um das Internetportal „NW Berlin“ dar.
Auf letzgenanntern Internetseite werden Namen und Fotos von politischen Geger_innen, sowie Adressen von alternativen Wohn- und Kulturprojekten in „Anti-Antifa“-Listen veröffentlicht. In der Vergangenheit waren es dann auch genau diese Projekte, die von Neonazis angegriffen wurden. Es sind diesselben Neonazis, die am 13. August versuchen, ein politisches Thema zu besetzen und bei ihren nächtlichen Anschlägen die Gefährdung von Menschenleben bewusst mit einkalkulierten.
Ab 10.00 sind auf beiden Seiten der Brücke Gegenkundgebungen angemeldet. Wir empfehlen, die Kundgebungen auf der Prenzlauer Berger Seite als Anlaufpunkte zu nutzen. Bringt eure Freund_innen, Transparente, Schilder und Wut im Bauch mit. Zeigen wir den Nazis, dass sie nicht erwünscht sind.
Aktuelle Informationen: www.antifa-berlin.info
Infostruktur am Tag:
Infotelefon: 01573-8966700
Twitter: http://twitter.com/#!/1mai_nazifrei
Facebook: http://www.facebook.com/event.php?eid=251129694916630
Die rassistische Partei „Pro Deutschland“ hat für die kommenden Tage in Wedding, Hellersdorf und Treptow Wahlkampfstände angemeldet.
Die Organisation ist bekannt für ihre Hetze gegen Migrant_innen und Moslems. Wir werden diese Rassist_innen im Nadelstreifen nirgendwo dulden! Kommt darum zu den Ständen der Partei, seid mindestens eine halbe Stunde früher da, bevor sie aufbauen, bringt Transparente und Instrumente zum Lärm machen mit!
Mi. – 08. Juni 2011 – Wedding
Ort: Badstr. 4, Nähe S./U.-Bhf. Gesundbrunnen
Anmeldung der Rechten: 11.00 – 13.30 Uhr
Fr. – 10. Juni 2011 – Hellersdorf
Anmeldung der Rechten: 10.00 – 12.30 Uhr
Ort: Cecilienplatz, Nähe U-Bhf. Kaulsdorf Nord
Sa. 11. Juni 2011 – Treptow
10.00 – 12.30 Uhr
Ort: Baumschulenstraße, Nähe
S-Bhf. Baumschulen Weg
In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden – über 100 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert. Geht hier die jahrelange Saat von Alt- und Neofaschisten auf? Können diese Ereignisse mit denen aus der NS-Zeit verglichen werden? Haben die Ausbreitung rassistischen Denkens und die daraus erwachsende Gewalt heute ganz andere Gründe als damals?
Am Abend des 24. Januars fand in der Beuth-Hochschule in Berlin-Wedding eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Rechts-extremismus“* bzw. anti-muslimischer Rassismus statt. Anlass dazu gaben eine Reihe rassistischer und neonazistisch motivierter Vorfälle, die sich im vergangenen Jahr im Bezirk ereignet hatten.
Im Rahmen der Antirassismustage veranstaltete das Weddinger Hausprojekt Scherer 8 am vergangenen Freitag eine themenbezogene Workshopreihe mit offenem Infoladen, politischem Theater, Filmen, Vokü, Cocktails und anschließendem Konzert. Es folgt ein Veranstaltungsbericht, entnommen von Indymedia zur antirassistischen Demo im Prenzlauer Berg, die am vergangenen Samstag den Abschluss der diesjährigen Antirassismustage bildete:

Anwohner_innen organisieren sich gegen Neonazis: In Moabit trafen sich am heutigen Samstag rund 80 Menschen zu einer Demonstration gegen Neonazismus. Die aufrufenden Anwohner_innen-Initiativen und Jugendliche aus dem Kiez hatten zuvor über Aushänge auf die geplante Demonstration aufmerksam gemacht. Thematisiert wurde ein Aufmarsch „Freier Kameradschaften“, die zwei Wochen zuvor durch den Kiez marschiert waren und dabei unverblümt zum „Rassenkampf“ aufgerufen hatten.
Im sogenannten Afrikanischen Viertel im Wedding haben Unbekannte in der verganengen Nacht weiträumig Straßenschilder überklebt und mit neuen Namen versehen. Außerdem wurden mehrere Dutzend Plakate verklebt, um auf die fortwährende Verharmlosung des deutschen Kolonialismus aufmerksam zu machen.





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