Wedding: Straßenumbenennung

Im sogenannten Afrikanischen Viertel im Wedding haben Unbekannte in der verganengen Nacht weiträumig Straßenschilder überklebt und mit neuen Namen versehen. Außerdem wurden mehrere Dutzend Plakate verklebt, um auf die fortwährende Verharmlosung des deutschen Kolonialismus aufmerksam zu machen.

Zum Afrikanschien Viertel ist zu sagen, dass die Straßenzüge zu Anfang des 19. Jahrhunderts Orten und Persönlichkeiten gewidmet wurden, die untrennbar mit der blutigen Geschichte von Rassismus, Landnahme und Ausbeutung in Verbindung stehen.

Eine umfassende Erklärung mit Fotos und Infotexten zu dieser gelungenen Aktion gibt es auf Indymedia. Auch für lesenswert halten wir in diesem Zusammenhang die Broschüre „Der Genozid an den Herero und Nama“, die über die oft verschwiegenden Hintergründe eines der wohl blutigsten Kapitel deutscher Kolonialgeschichte aufklärt.

Die Straßenumbenennung im Afrikanschen Viertel war nicht die erste und hoffentlich auch nicht die letzte Aktion in diesem Kontext!

Auf die Pelle rücken! – Plattform für Linke Politik in Wedding und Moabit