Neonazi der Ex-„FN-Mitte“ in Haft

Wie der Ströungsmelder berichtet, fand am 2. September vor dem Amtsgericht Tiergarten die Verhandlung gegen den Neonazi Stefan Falk L. statt. Der Neonazi, der wegen eines Übergriffs auf einen Journalisten in Moabit im Januar dieses Jahres zu einer 6-monatigen Haftstrafe verurteilt wurde, ist für Antifaschist_innen kein Unbekannter. Etwa seit Anfang des Jahres 2010 trat er regelmäßig im Rahmen von Aktionen der gewaltbereiten Kameradschaft „Freie Nationalisten Berlin-Mitte“ (FN-Mitte) und nach deren Selbstauflösung im September 2010, beim neonazistischen Netzwerk „Nationaler Widerstand Berlin“ (nw-berlin) in Erscheinung. Insbesondere die „Freien Nationalisten Berlin-Mitte“ hatten zeitweise die Bezirke Wedding und Moabit zu ihren Aktionsräumen erklärt und zeichneten sich für eine Fülle an Propagandaaktionen und Angriffen auf Linke und Migrant_innen verantwortlich.


Januar 2012: Nach dem Angriff auf einen Journalisten wird L. durch die Polizei festgenommen. Etwa zwanzig Neonazis hatten zuvor erfolglos versucht, sich mit einem eigenen Block einer Demonstration von Gentechnikgegner_innen anzuschließen.


Mai 2010: „Freie Nationalisten Berlin-Mitte“ am S-Bahnhof Westhafen. (Stefan L., kniend in der Mitte)

Gegen diese rechten Umtriebe regte sich seinerzeit vielfältiger Widerstand: So wurden drei Kameradschaftsmitglieder: Steve H. (ehem. Wedding), Christian S. (ehem. Weißensee) und Falk I. (Kreuzberg) schon wenige Monate nach Gründung der Kameradschaft in ihren unmittelbaren Wohnumfeldern geoutet. In Weißensee folgte dem eine entschlossene Demonstration gegen die dortigen Naziaktivitäten. Den Höhepunkt stellte eine kraftvolle Antifa-Demo im Wedding dar, die am 17.09.2010 mit mehr als 800 Teilnehmer_innen auf die Aktivitäten der FN-Mitte aufmerksam machte.

Der anlässlich der Verurteilung erschiene ZEIT-Artikel befasst sich näher mit den persönlichen Verhältnissen L.’s: „Haftstrafe nach Naziangriff auf Journalisten“

Auf die Pelle rücken! – Antifaschistische Infos aus Wedding und Moabit