Moabit: Infoveranstaltung

Neonazis und neurechte Strömungen im Extreme-Metal

Die Veranstaltung mit dem Referenten Attila Steinberger [Nürnberg] beleuchtet das Dunkelfeld NSBM und geht auf die politische Wirkmächtigkeit dieser Szene innerhalb der Metal-Subkultur ein.

22. Februar 2013 | 19:00 | Fabriktheater Moabit
(unter dem Dach der Kulturfabrik Moabit: Lehrter Straße 35, 10557 Berlin)

Vor 20 Jahren haben sich im als sonst als „Negermusik“ geschmähten Extreme-Metal mit Burzum, Legion of Doom und Absurd die ersten Nazis eingefunden. Mittlerweile sind Nazibands in den Sparten Black und Pagan Metal weitgehend akzeptiert. Nicht nur gründet das in entsprechender Zurückhaltung (wenig NS-Elemente) der Bands selbst, sondern auch in geteilten Werten wie aggressivem Auftreten, laienhafter Musik und einer Erotik des Bösen. Während Nazibands im Black Metal unverhohlen das Dritte Reich und Massenmord preisen, treten sie unverfänglicher im Pagan Metal auf, wo sie allerdings Elemente der völkischen Bewegung und konservativen Revolution einbringen, beides Grundlagen des Nationalsozialismus. Im Zusammenhang mit der historischer Unbedarftheit der Paganisten und romantischen Sehnsüchten werden so völkische Ausgrenzungsmuster, Verhaltensweisen und Symbole verbreitet.

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Auf die Pelle rücken! – Antifaschistische Infos aus Wedding und Moabit