Reinickendorf: Kundgebung erfolgreich

Am frühen Abend 15. Februar versammelten sich etwa 30 Antifaschist_innen in Berlin-Tegel vor der Kneipe „Zum Kegel“ in der Grußdorfstraße, um gegen eine geplante Kreisverbandssitzung des Kreisverband 2 der NPD Reinickendorf zu protestieren.

Das Lokal wurde bereits in der Vergangenheit regelmäßig von der NPD Reinickendorf frequentiert, beispielsweise um dort Mitglieder-versammlungen, Vortragsveranstaltungen und „Interessententreffen“ durchzuführen. Mitte November des vergangenen Jahres wurde ein geplantes „Kegelturnier“ der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ in den Räumen des „Kegel“ verhindert, nachdem Antifaschist_innen zu öffentlichen Gegenprotesten aufgerufen hatten.

Zu Begin der gestrigen Kundgebung suchte Michael Cyranik, der Wirt der Kneipe, das Gespräch mit den Teilnehmer_innen und distanzierte sich von vergangenen Veranstaltungen der NPD. Er gab an, dass die NPD-Reinickendorf zu der Veranstaltung am Abend ohne sein Wissen aufgerufen habe. Auch sagte er zu, in Zukunft keine Veranstaltungen mehr von Neonazis bei sich haben zu wollen.

Wir sehen die Zusage, neonazistische Strukturen zukünftig aus der Kneipe zu verweisen, als Erfolg und Fortsetzung des Bestrebens, Akzeptanz- und Rückzugsräume für neonazistisches Gedankengut anzugreifen. Auch in Zukunft werden wir neonazistische Partei- und Kameradschaftsstrukturen, sowie sie beherbergende Lokalitäten beobachten und aufdecken.

Bilder von der Kundgebung.

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